Kann Werbung ohne Klischees funktionieren?
12.01.2009 von Elke Hesse
Die schwedische EU-Abgeordnete Eva-Britt Svensson hatte im September letzten Jahres in einem Bericht für den Frauenausschuss festgehalten:
Geschlechtsspezifische Klischees in der Werbung stecken Frauen, Männer, Mädchen und Jungen in eine Zwangsjacke, beschränken Individuen auf vorgegebene künstliche Geschlechterrollen, die oftmals herabwürdigend, beschämend und erniedrigend für beide Geschlechter sind.
Daraufhin forderte das Europaparlament in Brüssel ethisch oder rechtlich verbindliche Regeln für Reklamesendungen. Damit sollten Werbespots unterbunden werden, die diskriminierende oder entwürdigende Botschaften auf der Grundlage von Geschlechterklischees vermitteln oder zu Gewalt anstacheln.
So weit, so gut. Frauenfeindliche Werbung muss nicht sein, Gewaltverherrlichung auch nicht. Aber von diesen beiden Extremen mal abgesehen: Funktoniert Werbung ohne Klischees überhaupt? Lebt gute und witzige Werbung nicht sogar von Stereotypen? In der Bloglandschaft wurde das Thema heftig diskutiert, z. B. bei off the record oder bei Ralf Meier.
Auf dieses Thema gebracht hat mich diese Heineken-Werbung, die ich wirklich witzig finde. Obwohl ich ich keine Schuhfetischistin bin und auch Männer kenne, die überhaupt nicht auf Bier stehen :-):
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=yIutgtzwhAc&eurl=http://www.textblog.de/index.php/notizen/index/[/youtube]
via Textblog

Ist die Sache mittlerweile eigentlich schon weitergegangen? Über Google finde ich nur Artikel aus dem September 2008, als der Ausschuß das beschlossen hat. Aber verbindlich dürfte das doch noch nicht sein, oder?
Nein, die Aktion ist wohl ziemlich im Sande verlaufen …