Kartoffel zu verkaufen
06.02.2009 von BFreith
Wenn man durch die Lüneburger Heide fährt, kann man überall an den Hofeinfahrten Schilder sehen, auf denen steht: “Kartoffel zu verkaufen”. Das heißt nicht, dass es auf dem Hof nur eine Kartoffel gibt, eine vielleicht riesige, die sich besonders zu kaufen lohnt, sondern nur, dass die Bauern im sandigen Boden viele Kartoffel anbauen. Dort heißt es eben “eine Kartoffel” und “viele Kartoffel”. Mein Großvater sagte nach meiner Erinnerung “Kantüppel” dazu, aber die tauchen in der Sprachübersicht des Bremer Sprachblogs nicht auf. Vielleicht erinnere mich also falsch. Die Übersicht hat mir trotzdem so gut gefallen, dass ich sie hier zeigen möchte.
Ich liebe solche Übersichten! Näheres dazu hier.
Mein Favorit ist, glaube ich, “Bumser”. Im Englischen kenne ich übrigens neben “potatoes” “praties” und “spuds”. Noch weitere deutsche und englische Angebote?


Sehr nett, ich bin zwischen Bamberg und Forchheim im Oberfränkischen aufgewachsen. Meine Mutter war dort Lehrerin und hat immer fürchterlich geschimpft, wenn wir Kinder statt “Kartoffeln” “Bodaggn” gesagt haben.
>Ich liebe solche Übersichten!
Dann ist der “Sprechende Sprachatlas von Bayern” ja sicher auch etwas für dich. Da lernst du auch gleich die korrekte Aussprache:
http://sprachatlas.bayerische-landesbibliothek-online.de/
Also, ich komme aus dem Gebiet, das {zu Recht ;-) …} mit dem dicksten Schriftzug auf dieser Karte versehen ist. Aber ich schwöre, ich habe noch nie in meinem Leben jemanden “Kartuffel” sagen hören.