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	<title>Textguerilla! &#187; Journalismus</title>
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		<title>Die Glaubwürdigkeit von Zeitungen</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 13:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsche Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Korrektorat]]></category>
		<category><![CDATA[NRW]]></category>
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		<description><![CDATA[Zeitungen sind glaubwürdig. Jedenfalls sieht das der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Jürgen Rüttgers so. Kein Wunder also, dass in NRW jetzt regionale Tageszeitungen in den neunten Klassen in NRW als Unterrichtsmittel eingesetzt werden. Mit dem Projekt „ZeitungsZeit Nordrhein-Westfalen“ soll sowohl die Bildung als auch die Medien- und Lesekompetenz der Schüler gefördert werden.
Bevor die Lehrerinnen und Lehrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeitungen sind glaubwürdig. Jedenfalls sieht das der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Jürgen Rüttgers <a href="http://www.derwesten.de/wp/region/Zeitung-fuer-450-000-Schueler-id2850364.html">so</a>. Kein Wunder also, dass in NRW jetzt regionale Tageszeitungen in den neunten Klassen in NRW als Unterrichtsmittel eingesetzt werden. Mit dem Projekt „<a href="http://www.partner-fuer-schule.nrw.de/dev/t3/zeitungszeit">ZeitungsZeit Nordrhein-Westfalen</a>“ soll sowohl die Bildung als auch die Medien- und Lesekompetenz der Schüler gefördert werden.</p>
<p>Bevor die Lehrerinnen und Lehrer die Zeitungen als Quelle für Rechtschreib- und Grammatikfragen heranziehen, sollten sie sich jedoch die <a href="http://www.protextbewegung.de/category/aktionen/">Protext-Umfrage zur Glaubwürdigkeit von Zeitungen</a> ansehen. Diese hat gezeigt, dass <strong>die große Mehrheit der Leser die Glaubwürdigkeit der Zeitung zumindest teilweise von der Sprache abhängig macht.</strong></p>
<p>Wenn man also von der Fehlerhäufigkeit auf die Glaubwürdigkeit  schließen kann, dann werden wir im Mai wissen, wie es um die  Glaubwürdigkeit unserer Zeitungen bestellt ist:</p>
<p>Im Mai veröffentlich die Protextbewegung voraussichtlich die Ergebnisse des <a href="http://www.protextbewegung.de/05/zeitungsaktion/">Projektes „Korrektorat“</a>. Die Protextbewegung hat dafür eine ganze Woche lang die jeweils größte regionale Tageszeitung jedes Bundeslandes gelesen und auf sprachliche Fehler überprüft. Wir sind sehr gespannt darauf, wie sich die Zeitungen dabei so gemacht haben.</p>
<p>(Katrin Zinoun)</p>
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		<title>Herzlich willkommen, Guerillero Wickert!</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 13:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>be&#124;es&#124;ha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsche Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[prominente Textguerilleros]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Wickert]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hat sich in der F.A.Z. ein prominenter Sympathisant als engagierter Textguerillero zu erkennen gegeben: Ulrich Wickert.
Gleich zu Beginn seines Beitrags  „Warum sind die Kritiker so milde?”  offenbart er, dass ihn an den Nachrichtensendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens auch der sorglose und fehlerhafte Umgang mit der deutschen Sprache stört:
Wenn es um die Sprache geht, bedauere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hat sich in der F.A.Z. ein prominenter Sympathisant als engagierter Textguerillero zu erkennen gegeben: <strong>Ulrich Wickert</strong>.</p>
<p>Gleich zu Beginn seines Beitrags  <a class="wpGallery" href="http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~ED05CC72EF4124C51A4282412EE5E7C7B~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">„Warum sind die Kritiker so milde?”</a><span class="wpGallery"> </span> offenbart er, dass ihn an den Nachrichtensendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens auch der sorglose und fehlerhafte Umgang mit der deutschen Sprache stört:</p>
<blockquote><p>Wenn es um die Sprache geht, bedauere ich, dass nur noch wenige Autoren von Stücken für „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ oder für „heute“ und „heute-journal“ den Satzbau beherrschen. Häufig streuen sie Substantive wie grobes Meersalz zwischen kurze Sätze. Auch wenn die Suche nach einer treffenden Schlussbemerkung zu viel Nachdenken fordert, dann „bleibt es abzuwarten“, „ist die Ursache unklar“, oder „es wird sich zeigen“.</p>
<p>Nicht nur die Floskelsprache der Politik wird oft übernommen, sondern auch das Kurzsprech der Nachrichtenagenturen. Da „stehen“ immer noch „Ovationen“, obwohl ich niemanden kenne, der Beifall je hat stehen sehen. Es können nur diejenigen stehen, die Beifall klatschen. Wer so textet, ist nicht nur schusselig, sondern denkfaul. Und warum lassen die Redaktionschefs die sprachliche Verlotterung durchgehen? Bedeutet ihnen die Sprache so wenig, oder merken sie nichts?</p></blockquote>
<p>Auf die Beantwortung dieser Fragen sind auch wir sehr gespannt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><em>Edit 20.11.</em></span>:</p>
<p>Dr. Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell, hat gestern Abend noch die <a class="wpGallery" title="im Blog der Tagesschau" href="http://blog.tagesschau.de/?p=7332" target="_blank">„Post von Uli”</a> beantwortet, was bereits lebhaft kommentiert wurde.</p>
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		<title>Preis und Wert des Journalismus</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 11:17:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke Hesse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[preisWert]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Dumping]]></category>
		<category><![CDATA[presse]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine bemerkenswerte, sehr sehr lesenswerte Rede zur Situation der deutschen Journalisten hat der freie Journalist Tom Schimmeck auf dem Mainzer MedienDisput gehalten, nachzulesen nun auf seiner Website.
Neulich zum Beispiel rief der Ressortleiter eines Magazins an, das zum Imperium von Gruner+ Jahr gehört und für das ich seit 20 Jahren schreibe. Seit zehn Jahren warte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine bemerkenswerte, sehr sehr lesenswerte <a href="http://www.schimmeck.de/Texte/mmdrede.htm">Rede zur Situation der deutschen Journalisten </a>hat der freie Journalist Tom Schimmeck auf dem Mainzer MedienDisput gehalten, nachzulesen nun auf seiner <a href="http://www.schimmeck.de">Website</a>.</p>
<blockquote><p>Neulich zum Beispiel rief der Ressortleiter eines Magazins an, das zum Imperium von Gruner+ Jahr gehört und für das ich seit 20 Jahren schreibe. Seit zehn Jahren warte ich darauf, dass die endlich mal mehr zahlen. Und was sagt der nette Herr Ressortleiter, den ich sogar mit einem Kosenamen anzusprechen pflege? „Du Tom“, sagte er, „das ist mir jetzt ein bisschen unangenehm, aber wir haben die Honorare gerade pauschal um 33 Prozent gekürzt.“</p></blockquote>
<p>Scharfzüngig und kein Blatt vor den Mund nehmend analysiert Schimmeck aber nicht nur das Dilemma der freien Journalisten, sondern auch das der festangestellten in den großen Medienhäusern, die tagtäglich befürchten müssen, wegrationalisiert zu werden. Auch wenn ab und an ein fast schon verzweifelt wirkender Hoffnungsschimmer in seiner Rede auftaucht –</p>
<blockquote><p>Trotzdem bleibt Qualität ein Kaufkriterium. Oder, schlichter gesagt: Nur Mist werden sie auf Dauer nicht los. Trauen sie sich. Lassen sie die vielen guten Journalisten viele gute Sachen machen. Nicht nur „Dogs“ und „Adel aktuell“.</p></blockquote>
<p>– das Fazit am Ende des Tages lautet bei Schimmeck:</p>
<blockquote><p>Müde im ICE von Mainz gen Norden. Ein langer Tag Mediendisput im ZDF. Übermächtig das Gefühl, gegen Windmühlen angeritten zu sein. Zuviel Kaffee getrunken zu haben. Alles beredet und nichts geändert zu haben.</p></blockquote>
<p>Mit Dank an <a href="www.jutta-bissinger.vpweb.de ">Jutta Bissinger</a> via <a href="http://texttreff.de">Texttreff</a></p>
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		<title>Wasserleiche im Anzug</title>
		<link>http://www.textguerilla.de/2009/10/28/wasserleiche-im-anzug/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 08:51:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schreiba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab und zu wird in Düsseldorf eine Leiche angeschwemmt. Das Los einer jeden Rheinstadt. Dafür, dass der Düsseldorfer so etwas auch erfährt, ist (unter anderem) die Rheinische Post zuständig. Tragisch ist nicht nur das Schicksal der Wasserleiche, sondern auch die Meldung, die die Online-Redaktion dazu ins Netz gestellt hat:
Düsseldorf (RPO) Freitagnachmittag haben Passanten in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab und zu wird in Düsseldorf eine Leiche angeschwemmt. Das Los einer jeden Rheinstadt. Dafür, dass der Düsseldorfer so etwas auch erfährt, ist (unter anderem) die <a href="http://www.rp-online.de">Rheinische Post </a>zuständig. Tragisch ist nicht nur das Schicksal der Wasserleiche, sondern auch die Meldung, die die Online-Redaktion dazu ins Netz gestellt hat:</p>
<blockquote><p>Düsseldorf (RPO) Freitagnachmittag haben Passanten in der Höhe des Josef-Beuys-Ufers eine leblose Person im Wasser entdeckt. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 27-jährigen Kölner. Die Feuerwehr barg die Leiche. Der Mann war ordnungsgemäß bekleidet [...].</p></blockquote>
<p><span id="more-2156"></span>Polizisten dürfen so etwas schreiben, weil sie Polizisten sind. Und sie wissen ja, dass die Empfänger ihrer Nachrichten Journalisten sind. Die kümmern sich darum, gestelztes Ordnungshüterdeutsch den Lesern in geschmeidiger Form zu präsentieren.<br />
Meistens.<br />
Manchmal erledigen sie ihren Job auch in lediglich drei Arbeitsschritten: Markieren. Kopieren. Einfügen.</p>
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		<title>Salomonische Lösung?</title>
		<link>http://www.textguerilla.de/2009/09/10/salomonische-losung/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 07:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Dombrowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[preisWert]]></category>
		<category><![CDATA[Schadensersatz]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Weserkurier]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutsche Tageszeitungen können es gut leiden, wenn sie für ihre Inhalte nicht allzu tief in die Tasche greifen müssen: Zeilenhonorare im Cent-Bereich sind keine Seltenheit. Illustrationen und Fotos für nen Appel und &#8216;n&#8217; Ei &#8211; der Regelfall. Aber das alles bitte garniert mit juristischer Versiertheit ihrer Billigzuträger!
Ein Paradebeispiel, was diese Anspruchshaltung &#8211; billig einkaufen, viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutsche Tageszeitungen können es gut leiden, wenn sie für ihre Inhalte nicht allzu tief in die Tasche greifen müssen: Zeilenhonorare im Cent-Bereich sind keine Seltenheit. Illustrationen und Fotos für nen Appel und &#8216;n&#8217; Ei &#8211; der Regelfall. Aber das alles bitte garniert mit juristischer Versiertheit ihrer Billigzuträger!</p>
<p>Ein Paradebeispiel, was diese Anspruchshaltung &#8211; billig einkaufen, viel verlangen &#8211; für Konsequenzen haben kann, finden wir beim norddeutschen Weserkurier. Der beauftragte einen Studenten damit, eine Illustration für eine Glosse anzufertigen &#8211; für gerade mal 30 Euro. Der Student hatte nicht weniger als vier Stunden für seine Arbeit gebraucht, gab sich dennoch mit dem Dumpingpreis zufrieden: wegen des Spaßfaktors, wie er selbst betont.</p>
<p>Blöd nur: Der Student hatte mit dem Bild, das er für seine Illustration verwendete, Urheber- und Persönlichkeitsrechte verletzt. Unbedarft hatte er ein Foto aus dem Internet heruntergeladen und weiterverarbeitet.</p>
<div id="attachment_1975" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1975" title="Lehrgeld_angelsami" src="http://www.textguerilla.de/wp-content/uploads/2009/09/Lehrgeld_angelsami-300x225.jpg" alt="Teures Lehrgeld. Quelle: pixelio.de, Foto: angelsami" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Teures Lehrgeld. Quelle: pixelio.de, Foto: angelsami</p></div>
<p>Die Reaktion des Zeitungsverlags? Lag für diesen auf der Hand: Wer eine kreative Leistung für 30 Euro einkauft, schiebt den Schwarzen Peter &#8211; einen Schadensersatzanspruch in Höhe von 10.000 Euro &#8211; einfach dem Amateur zu, den er beauftragt hat.</p>
<p>Man einigte sich schließlich außergerichtlich: Der Student zahlt für die Urheberrechtslektion seines Lebens ein Lehrgeld von knapp 3.000 Euro. Da muss er nur noch rund 100 Illustrationen anfertigen, bis er das wieder drin hat. Ein Schnäppchen!</p>
<p>Die ganze Geschichte ist <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/zappplusweserkurier100.html" target="_blank">hier</a> zu finden.</p>
<p>Ich kann es mir nicht verkneifen: <em>Wir haben&#8217;s doch gleich gesagt: Beauftragt Profis, zahlt ordentlich, dann wär das nicht passiert. </em>Das musste noch mal raus!</p>
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		</item>
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		<title>Manifest zum Journalismus im Internet</title>
		<link>http://www.textguerilla.de/2009/09/08/manifest-zum-journalismus-im-internet/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 06:34:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Corinna Dürr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Manifest]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesenswert und diskussionswürdig: 15 Blogger und Journalisten inklusive Sascha Lobo und Stefan Niggemeier haben ein Internet-Manifest verfasst. Es enthält 17 Behauptungen wie Journalismus in Zeiten des Internet funktioniert – oder nach Ansicht der Verfasser funktionieren sollte.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lesenswert und diskussionswürdig: 15 Blogger und Journalisten inklusive Sascha Lobo und Stefan Niggemeier haben ein <a title="Internet-Manifest" href="http://www.internet-manifest.de/" target="_blank">Internet-Manifest</a> verfasst. Es enthält 17 Behauptungen wie Journalismus in Zeiten des Internet funktioniert – oder nach Ansicht der Verfasser funktionieren sollte.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Tödlich, tödlicher, am tödlichsten</title>
		<link>http://www.textguerilla.de/2009/08/25/todlich-todlicher-am-todlichsten/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 15:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Birte Vogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsche Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Korrektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Textqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Superlativ]]></category>

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		<description><![CDATA[Spiegel Online hat gerade viel Geld ausgegeben für ein neues Layout. Leider hat&#8217;s für Korrekturen von Agenturmeldungen daher mal wieder nicht gereicht:
&#8220;2009 tödlichstes Jahr für ausländische Soldaten in Afghanistan&#8221;
Wollen wir für alle Beteiligten inständig hoffen, dass das nächste Jahr nicht noch das allertödlichste wird.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de" target="_blank">Spiegel Online</a> hat gerade viel Geld ausgegeben für ein neues Layout. Leider hat&#8217;s für Korrekturen von Agenturmeldungen daher mal wieder nicht gereicht:</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,644861,00.html" target="_blank">2009 tödlichstes Jahr für ausländische Soldaten in Afghanistan</a>&#8221;</p>
<p>Wollen wir für alle Beteiligten inständig hoffen, dass das nächste Jahr nicht noch das allertödlichste wird.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Tippfehler des Jahres</title>
		<link>http://www.textguerilla.de/2009/08/24/der-tippfehler-des-jahres/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 17:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Korrektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Lustiges]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Man ist ja viel gewohnt als Zeitungs-Korrekteuse. Aber dieser Tippfehler bekommt von mir sofort und ohne Zögern den Titel „Tippfehler des Jahres“.
Anklicken und staunen!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man ist ja viel gewohnt als <a title="Protextbewegung_Zeitungsaktion" href="http://www.protextbewegung.de/05/zeitungsaktion/" target="_blank">Zeitungs-Korrekteuse</a>. Aber dieser Tippfehler bekommt von mir sofort und ohne Zögern den Titel „<a title="Tippfehler des Jahres" href="http://probablybadnews.com/2009/08/22/funny-news-headlines-silly-might-be-an-understatement/" target="_blank">Tippfehler des Jahres</a>“.</p>
<p>Anklicken und staunen!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Besser langsamer, dafür aber korrekt</title>
		<link>http://www.textguerilla.de/2009/08/20/besser-langsamer-dafur-aber-korrekt/</link>
		<comments>http://www.textguerilla.de/2009/08/20/besser-langsamer-dafur-aber-korrekt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 08:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Biggi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Textqualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Dienstagabend ereignete sich in Schwalmtal, wo ich lebe, Furchtbares. Ein Rentner erschoss drei Menschen und hielt unseren Ort für viele Stunden in Atem. Riesiges SEK-Aufgebot, unzählige Medienvertreter. Aber was sich da zusammengestammelt wird, nur um zu den ersten zu gehören, die eine Nachricht bringen, das ist schon haarsträubend.  Ein Beispiel ist eine Meldung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstagabend ereignete sich in Schwalmtal, wo ich lebe, <a href="http://www.rp-online.de/public/article/viersen/746788/Der-Taeter-schoss-ohne-Vorwarnung.html" target="_blank">Furchtbares</a>. Ein Rentner erschoss drei Menschen und hielt unseren Ort für viele Stunden in Atem. Riesiges SEK-Aufgebot, unzählige Medienvertreter. Aber was sich da zusammengestammelt wird, nur um zu den ersten zu gehören, die eine Nachricht bringen, das ist schon haarsträubend.  Ein Beispiel ist eine Meldung von dts, eine Nachrichtenagentur, die sich  die Eilmeldungsagentur nennt.</p>
<p>Da war am frühen Dienstagabend, etwa zwei Stunden nach Beginn der Schießerei zu lesen:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.netpilot24.de/news/20090818/verletzte-nach-geiselnahme-in-nrw-geborgen.html" target="_blank">Verletzte nach Geiselnahme in NRW geborgen</a><br />
Dienstag, den 18. August 2009 um 18:30 |</p>
<p>Schwalmtal (dts) – <span style="color: #ff0000;">Die drei Verletzten</span> nach der <span style="color: #ff0000;">Geiselnahme </span>und Schießerei in Schwalmtal konnten <span style="color: #ff0000;">mittlerweile geborgen </span>und in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das berichten mehrere lokale Medien. Dabei soll es sich <span style="color: #ff0000;">um Makler und Anwälte handeln,</span> die zusammen mit dem<span style="color: #ff0000;"> Ehepaar</span> ein Haus begutachteten, um dessen Wert zu schätzen. Bei der Tat, bei der <span style="color: #ff0000;">eine Person getötet </span>wurde, soll es sich um einen Streit aufgrund einer Scheidung des Ehepaares handeln. Demnach habe der<span style="color: #ff0000;"> Familienvater</span> die Kontrolle verloren und um sich geschossen. Anschließend verschanzte sich der Mann <span style="color: #ff0000;">mit einem zwölfjährigen Kind </span>in einem<span style="color: #ff0000;"> Gartenhäuschen</span>. Die Polizei ist derzeit noch vor Ort und konnte den Täter noch nicht stellen.</p>
<p>(C) dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH</p></blockquote>
<p>Wissentlich hab ich noch nie so viele Falschinformationen auf so kleinem Raum gelesen: <span id="more-1908"></span></p>
<ul>
<li>Drei Verletzte geborgen &#8211; kein Mensch war bis dato _geborgen_ worden. Ein Verletzter hatte sich selbst in Sicherheit gebracht.</li>
<li>Geiselnahme &#8211; es gab überhaupt keine Geiselnahme</li>
<li>Makler und Anwälte waren involviert, aber nicht die _drei_Verletzten, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Nur einer war verletzt, die anderen drei leider tot, was man aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste.</li>
<li>Das Ehepaar war an diesem Tag nur die Ehefrau, der geschiedene Mann war nicht im Haus.</li>
<li>Eine Person getötet &#8211; es waren drei, also &#8220;nach jetzigem Kenntnisstand mindestens eine Person&#8221; &#8230;</li>
<li>Nicht der  Familienvater (war gar nicht anwesend), sondern der Vater der Ehefrau, bzw. der Schwiegervater des Familienvaters &#8230;</li>
<li>Es war _kein_ zwölfjähriges Kind bei ihm.</li>
<li>Er war auch nicht in einem Gartenhäuschen, sondern in dem betreffenden Haus. Zu diesem Zeitpunkt wusste man noch gar nicht sicher, wo er sich aufhält.</li>
</ul>
<p>Sehr klar gesagt: Bei diesem &#8220;Informationsgehalt&#8221; fühle ich mich als Leser wirklich verarscht. Ich warte dann doch lieber ein paar Stunden länger auf eine Berichterstattung, die mich mit gesicherten Erkenntnissen versorgt, statt mich von  einer solch hektischen Eilmeldung mit  auf Gerüchten basierendem Halbwissen  verwirren zu lassen.</p>
<p>Ich frage mich nicht zum ersten Mal, was man von dem, was gedruckt, gemeldet, gesendet wird, überhaupt glauben kann.</p>
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		<title>Korrektur: Frauen ohne Werte</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 15:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Dombrowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Korrektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Lustiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Spaß ging in die zweite Runde:
Heute Morgen schrieb ich, wie köstlich mich ein Patzer in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung amüsiert hat: Angeblich habe die Leadsängerin Lena Simon auf dem Parteitag der Piratenpartei gesungen: &#8220;Alle, die mit uns den Bundestag kapern, müssen Piraten mit Bärten sein.&#8221; Bloß hatte der Redakteur sich schlicht verhört: &#8220;Alle, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Spaß ging in die zweite Runde:</p>
<p><a href="http://www.textguerilla.de/2009/08/17/frauen-ohne-barte/">Heute Morgen schrieb ich, wie köstlich mich ein Patzer in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung amüsiert hat:</a> Angeblich habe die Leadsängerin Lena Simon auf dem Parteitag der Piratenpartei gesungen: &#8220;Alle, die mit uns den Bundestag kapern, müssen Piraten mit Bärten sein.&#8221; Bloß hatte der Redakteur sich schlicht verhört: &#8220;Alle, die mit uns den Bundestag entern, müssen Piraten mit <strong>Werten </strong>sein&#8221; hatte es in Wirklichkeit geheißen.</p>
<p>Gut, dass die HAZ das so falsch nicht stehenlassen wollte und den Fehler wenigstens online korrigiert hatte &#8211; und zwar indem man &#8220;Bärte&#8221; schnell durch &#8220;Werte&#8221; ersetzte (sonst aber leider den Text nicht umbaute).</p>
<p>Arme Lena Simon &#8211; nun hieß es dort also:</p>
<blockquote><p>&#8220;Alle, die mit uns den Bundestag kapern, müssen Piraten mit Werten sein.&#8221; Die Leadsängerin Lena Simon, <strong><em>ihr fehlt das besungene Attribut, </em></strong>[Hervorhebung von mir] singt unverdrossen weiter: &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>Heute Morgen war sie ja noch bloß bartlos!</p>
<p>(Danke schön ein zweites Mal an diesem Tag an <a href="http://www.bildblog.de/9744/piratenpartei-kaempft-fuer-baertewandel/">Stefan Niggemeier / BILDblog für alle</a>!)</p>
<p><em>Nachtrag zum Nachtrag: Schade, man hat es inzwischen bemerkt und den Absatz umgeschrieben.</em></p>
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